Die zwei Kartengruppen

Ziel- und ergebnisorientiert

Kompetenzkarten

Machen Lernziele und Lernfelder sichtbar, zum Beispiel Selbstständigkeit, Körperwahrnehmung, Motivation oder Ausdruck.

Prozessorientiert

Aktionskarten

Geben konkrete Anstösse, wie ein Ziel erreicht wird, zum Beispiel Eigenes Lernen organisieren, Atemübung machen oder Klangfarben suchen.

Die Schachtel der You „C“ Cards auf einem Stoffbeutel, rundherum Karten wie „Musik lesen“, „Improvisieren“ und „Katzen-Musik machen“.

Die Karten sind diversitätsfreundlich gestaltet: Sie zeigen Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Altersgruppen, Körperformen und Geschlechtern – um unsere Vielfalt sichtbar zu machen und wertzuschätzen.

Rückseite

Symbole zeigen, wo eine Karte hilft

Auf der Rückseite jeder Karte findest du kleine Symbole. Sie zeigen, in welchem Bereich du die Karte einsetzen kannst. Die meisten Karten tragen mehrere Symbole – sie sind also vielseitig einsetzbar.

Fünf Kartenrückseiten in Pastellfarben auf grünem Grund, jede mit kleinen schwarzen Symbolen wie Kreis, Dreieck und Herz.

Sieben Einsatzbereiche

  • Musik machen

    Werkzeuge zur Stückbearbeitung: alles, was hilft, ein Stück zu üben, zu verfeinern und musikalisch auszuarbeiten.

  • Musik aufführen

    Tipps und Impulse für Konzert, Auftritt und Präsentation.

  • Musik erfinden

    Kreative Anregungen zum Improvisieren, Ausprobieren und Komponieren.

  • Zusammenspiel

    Ideen, die beim Musizieren mit anderen unterstützen.

  • Für sich lernen

    Strategien und Übungen, die das individuelle Lernen stärken.

  • Spiele spielen

    Spielerische Zugänge zur Musik, die das Lernen leicht machen.

  • Ordnung und Struktur

    Hilfen für Organisation, Übersicht und gutes Dranbleiben.

Zusätzlich unterscheiden die Symbole

  • Am Instrument

    Übungen, die du direkt beim Spielen oder Singen einsetzen kannst.

  • Nicht am Instrument

    Alles, was dich neben dem Musizieren unterstützt, zum Beispiel Planung, Entspannung oder Vorbereitung.

Die Kategorien sind als Orientierung gedacht. Du kannst dir jederzeit eigene Gruppierungen überlegen und die Karten so nutzen, wie es für dich am besten passt.

Im Einsatz

Auslegen, ordnen, planen

Wie die Karten auf dem Tisch liegen, entscheidet ihr gemeinsam. Ein paar Möglichkeiten:

  • Als Ablauf: Karten in einer Reihe zeigen, was zuerst kommt und was danach.
  • Als Plan: Oben das Ziel als Kompetenzkarte, darunter die Aktionskarten als Wege dorthin.
  • Als Auswahl: Lernende wählen selbst, woran sie heute arbeiten möchten.
Von oben fotografiert: zahlreiche Karten in Reihen und Gruppen auf einem Holztisch ausgelegt, daneben die Schachtel.
Als Plan: Ziel, Zwischenschritte und Ideen auf einen Blick.
Von oben fotografiert: zehn Karten in einer langen Reihe auf einem weissen Tisch, eine Hand hält die Schachtel.
Als Ablauf: eine Reihe von Karten für die ganze Lektion.

Zielgruppen

Für wen sind die You „C“ Cards geeignet?

Lernende und Lehrpersonen

  • Für alle Altersgruppen und Niveaus
  • Lernende gestalten ihren Lernweg bewusster mit und können Bedürfnisse klären
  • Lehrpersonen erhalten flexible Unterstützung für eine wertschätzende, inklusive Lernumgebung

Neurodivergente Menschen und Menschen mit Behinderung

  • Besonders hilfreich bei ADHS oder ASS
  • Strukturieren Reize, machen den Fokus sichtbar und zeigen klare Handlungsschritte
  • Kombinierbar mit Piktogramm-Systemen wie Metacom
  • Ermöglichen Teilhabe und Entscheidungen auch bei eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten

Schulen und Musikschulen

  • Ein System für lösungsorientierten, inklusiven und ressourcenorientierten Unterricht

Zweck

Was die Karten bewirken

  1. Partizipation und Selbstwirksamkeit

    Die Karten unterstützen die aktive Mitgestaltung des Unterrichts und stärken das Gefühl, etwas zu können.

  2. Weniger Überforderung

    Die klare Fokussierung auf einzelne Bereiche wirkt Überforderung und Frustration entgegen.

  3. Barrierearm und ressourcenorientiert

    Der Fokus liegt auf den Stärken der Lernenden – das erleichtert Inklusion, besonders für neurodivergente Menschen und Menschen mit Behinderung.

  4. Transparenz und Orientierung

    Eine nachvollziehbare Struktur gibt Sicherheit und Stabilität im Lernprozess.